Newsletter 2024
Nachdem wir das Jahr 2024 im Sinne der Amig@s de CANAT erfolgreich abgeschlossen haben, möchten wir euch die wichtigsten Zahlen unserer Vereinsarbeit im letzten Jahr zusammenfassen. Außerdem haben wir mit Gaby, der Direktorin CANATs, ihrer Nachfolgerin Auri sowie Yanina, der Leiterin der Projekte im ländlichen Raum, ein Interview über das vergangene Jahr sowie den Blick auf 2025 geführt. Dieses Interview veröffentlichen wir ebenfalls hier.
Ganz besonders möchten wir uns für die spürbare finanzielle Unterstützung aller Spender:innen bedanken, die unsere Arbeit möglich machen.
Finanzen
Insgesamt überwiesene Spenden: 4.178,06 €
Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge: 4.279 €
Einnahmen durch Einmalspenden: 2.574,83 €
Ausgaben (Website & Konto): 187,84 €
Interview
1. An Gaby: Letztes Jahr sagtest du, es gäbe zwei Pläne für 2024: einen Notfallplan für El Niño und einen für den Fall, dass El Niño nicht eintritt. Jetzt wissen wir, dass die starken Regenfälle ausgeblieben sind. Was bedeutet das für die Arbeit von CANAT? Wie seid ihr mit dieser Situation umgegangen?
In der Tat blieben 2024 die vorhergesagten Regenfälle aus, sodass wir den Notfallplan nicht wie geplant umsetzten mussten. Zur Erinnerung, Ende 2023 listeten wir Familien auf, die durch El Niño besonders betroffen wären. Darüber hinaus haben wir in dem Notfallplan für jede Zone Schlüsselorte und -personen festgelegt, die es uns in dem Fall, dass Familien durch das Wasser eingeschlossen werden, ermöglichen sollten, weiter mit den abgeschnittenen Familien zu kommunizieren und Hilfe zu leisten.
Da die Regenfälle ausblieben, unterstützte CANAT zum einen weiterhin Familien, die durch den Zyklon Yaku im März 2023 geschädigt wurden, bspw. durch die Reparatur von Häuserdächern. Zum anderen halfen wir Familien mit Grundnahrungsmitteln sowie bei Gesundheits- und Bildungsmaßnahmen für ihre Kinder und wir leisteten psychologische Unterstützung.
2. Wie nehmt ihr die Unterstützung von Amig@s de CANAT e.V. wahr?
Ein besonders wichtiger Punkt ist das Vertrauen und die Offenheit, die Projekte und Ideen von CANAT zu verstehen. Da die meisten Mitglieder von Amig@s de CANAT e.V. Freiwillige bei CANAT waren, sind sie mit unserer Arbeit vertraut. Amig@s de CANAT hat uns finanziell bei den Inflationsausgleichszahlungen an die Mitarbeitenden unterstützt und so das Arbeitsteam von CANAT gestärkt und gefestigt.
3. Was steht für 2025 auf der Agenda? Wie blickt ihr als Team auf das Jahr 2025?
Wir sind mit viel Enthusiasmus in das neue Jahr gestartet, mit einem engagierten und motivierten Team. Wir haben unsere Angebote und unser Engagement im ländlichen Raum weiter ausgebaut, indem wir mit jungen Menschen und Jugendleitern zusammenarbeiten, die sich aktiv in ihre Gemeinschaft einbringen; wir träumen und arbeiten auch an einer breiteren Intervention in Piura Stadt. Dafür arbeiten wir Hand in Hand mit Vertretern der örtlichen Kommunen, um den Kindern in der Gegend Raum für Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
Ein neues Projekt für das Jahr 2025 ist ein theaterpädagogisches Angebot an junge Menschen in der ländlichen Zone. Hierbei werden Theaterstücke zu gesellschaftsrelevanten Themen eingeübt und in der Gemeinde aufgeführt. Dadurch wird sowohl das Selbstbewusstsein der Jugendlichen als auch die Sensibilität für diese Themen gestärkt.
Außerdem bilden wir ab 2025 zwei ausgewählte junge Frauen aus der ländlichen Region aus, die das Team CANATs als Stellvertreterinnen vor Ort unterstützen. Auch geben diese Frauen vor Ort Unterricht, was auch Kindern, deren Eltern die tägliche Fahrt zur Schule nicht bezahlen können, Bildung zugänglich macht.
Im Februar hatten wir Zeit für intensive Organisation und Planung sowie Weiterbildungen für das ganze Team. Gerade sind wir dabei, die Anmeldungen der Kinder und Jugendlichen für 2025 abzuschließen, und am 16. März starten die Projekte dann offiziell. Wir gehen davon aus, dieses Jahr 280 junge Menschen und deren Familien zu begleiten.
Die politische Situation in der Welt wirkt sich auch auf uns aus, insbesondere der Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten, durch den internationale Kooperationsprojekte mit Institutionen, zu denen wir eine Beziehung hatten, beendet werden - das spüren wir unmittelbar im Jahreshaushalt. Wir arbeiten an Lösungen für diese Situation, stellen Förderern neue Projekte vor und haben für den Sommer eine Europareise mit der Direktorin Gabriela und dem Präsidenten Chiqui geplant.
4. An Gaby und Auri: Wie seht ihr den Wechsel in der Geschäftsführung? Wie wollt ihr ihn koordinieren?
Wir freuen uns auf die Veränderungen, aber sie machen uns auch ein wenig Angst, obwohl wir uns seit über einem Jahr darauf vorbereiten. Wir haben begonnen, die verschiedenen Ämter zu verteilen. Dazu gehören die Geschäftsführung, die allgemeine Koordination, die Koordination für den ländlichen Raum und die Aufgaben, die Gaby nach ihrem Rücktritt als Geschäftsführerin übernehmen wird. Diese werden im August nach der Generalversammlung offiziell bekannt gegeben.
Gaby wird für die Betreuung und Organisation der Freiwilligen, der internationalen Beziehungen und der Projekte zuständig sein.
5. An Yanina: Das Projekt Bajo Piura läuft nun schon seit mehreren Jahren. Wie fällt deine Bilanz dieses Projekts für das letzte Jahr aus?
Wir konnten die Arbeit CANATs erfolgreich in der Region verwurzeln und Kooperationen mit den lokalen Behörden und Institutionen aufbauen. Dies verschafft uns Spielräume, die soziale Arbeit vor Ort zu vertiefen und das soziale Gefüge zu stärken.
Außerdem konnten wir die Bildungsarbeit deutlich vertiefen, indem wir mit staatlichen Schulen und Berufsschulen eng zusammenarbeiten und dadurch junge Menschen in besonders prekären Situationen gezielt fördern können.
