Newsletter 2023

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende und wir möchten euch, den Unterstützer:innen der Amig@s de CANAT in diesem Newsletter einen kurzen Einblick in die Entwicklung unseres Vereins sowie in die Lage vor Ort in Piura geben. Da kaum jemand die Geschehnisse so umfassend im Blick hat wie Gabriela Rentaría ( Direktorin CANATs) haben wir sie gebeten, einen kurzen Fragenkatalog zu beantworten.
Wir wünschen euch einen guten Jahresausklang, friedliche Feiertage und möchten uns für euer Vertrauen und eure Unterstützung bedanken.
Valentina, Anna und Matthias
Vorstand Amig@s de CANAT
Entwicklung Amig@s de CANAT
Unser Verein Amig@s de CANAT wurde im Februar dieses Jahres offiziell ins Vereinsregister aufgenommen und konnte nach Klärung aller übrigen Formalien im Mai seine Arbeit aufnehmen. Seitdem sind wir gewachsen und konnten bereits erhebliche Spenden an CANAT ermöglichen. Im Folgenden findet ihr eine Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen aus diesem Jahr:
Fördermitglieder: 16
Aktuelles, monatliches Spendenaufkommen durch Mitgliedsbeiträge: 338 €
Spendenaufkommen durch einmalige Spenden: 10.616 €
Monatliche laufende Kosten im Durchschnitt*: 11 €
An CANAT überwiesenes Geld:
1. Überweisung 4607,45 €
2. Überweisung: 7174,14 € (dank ein paar gräßerer Einzelspenden zum Ende des Jahres konnten wir diesen Betrag inzwischen auf 10000 € aufstocken)
*für Konto, Website und Mailprovider
Interview mit Gabriela Rentaria
Wie geht es CANAT und dem Team?
CANAT hat dieses Jahr den 25. Geburtstag gefeiert. Trotz der schwierigen ökonomischen, politischen und sozialen Lage in Peru geht es uns verhältnismäßig gut. Wir haben ein klares Ziel, wissen wo wir hinwollen und wie wir als Institution auf die Bedürfnisse der Familien, die wir betreuen, reagieren können.
Unser Team ist jung, dynamisch, zielstrebig und motiviert - wir haben ein sehr gutes Arbeitsklima bei CANAT.
Welche Erfolge konnten du und dein Team dieses Jahr feiern?
Wir haben uns neu strukturiert und unsere Ziele klarer definiert, was sehr gut funktioniert. Als Erfolg erleben wir die Wertschätzung der Familien für unsere Arbeit und unsere gute Zusammenarbeit mit staatlichen Bildungseinrichtungen, um Kindern effektiv zu ihren Rechten auf Bildung, Identität und Gesundheit zu verhelfen. Außerdem konnten wir alle geplanten Projekte finanzieren und eine Gruppe ehemaliger Teilnehmer:innen CANATs aufbauen, die nun Stück für Stück selbst Aufgaben für CANAT übernimmt.
Ein Erfolg ist es auch, dass wir ein Netz aus Freiwilligen haben, die an uns denken und mithelfen unsere Institution zu stärken und zu festigen.
Was waren die Herausforderungen in diesem Jahr?
Unwetter haben vulnerable Familien in vielerlei Hinsicht hart getroffen. Auch war es nicht immer leicht, unsere geplanten Projekte zu finanzieren, da die angespannte politische und soziale Situation im Land auch uns direkt betrifft.
Wie bereitet ihr euch auf das kommende Jahr vor, in dem Peru wahrscheinlich von dem Unwetterphänomen "El Niño" getroffen wird?
Wir werden natürlich auf die Notsituation, die die Naturkatastrophe mit sich bringen könnte, reagieren. Wenn die Regenfälle vorbei sind, werden wir unsere Bildungsaktivitäten so schnell wie möglich wieder aufnehmen.
Inzwischen haben wir auch einen Notfallplan erarbeitet, der aus drei Teilen besteht: Vor, während und nach den Regenfällen.Vor dem Regen: Wir bauen die Häuser von CANAT selbst so gut wie möglich aus. Damit sie den Wassermassen standhalten. Außerdem helfen wir den Familien, die vom Zyklon getroffen wurden, der bereits dieses Jahr über Piura gefegt ist, ihre Unterkünfte auszubessern. Daneben organisieren wir Workshops für unser Team und die Familien, bei denen wir mögliche Präventivmaßnahmen vorstellen und bauen Kommunikationskanäle zu den lokalen Behörden auf, um im Notfall schnell reagieren zu können.
Während des Regens: Wir werden die Familien soweit möglich mit lebensrettendem Material unterstützen und Nahrung und Medizin verteilen.
Nach dem Regen: Nach dem Unwetter liegt unser Fokus darauf, die Kinder so schnell wie möglich wieder in die Schule oder Berufsausbildung zu bringen, sodass sie nicht Gefahr laufen, den Anschluss zu verpassen oder ihre (Schul)ausbildung abzubrechen. Auch werden wir psychologische Betreuung leisten, um mit den traumatischen Erfahrungen einer Naturkatastrophe fertig zu werden.
Was sind die Ziele für das kommende Jahr, falls "El Niño" nicht kommen sollte?
Wir halten an unserem Ziel fest, Kindern und Jugendlichen eine solide Ausbildung zu ermöglichen. Dafür begleiten wir sie vor, während und nach der Schule bzw. Ausbildung. Damit sie Abschlüsse bekommen und über gute Arbeit ihre Lebensverhältnisse verbessern können.
Auch möchten wir das Programm der Jugendleiter:innen ausbauen, bei dem ehemalige Teilnehmer:innen CANATs Verantwortung in den laufenden Projekten übernehmen. Hier sehen wir viel Potential und vor allem auch Motivation bei den Jugendlichen.
